Die Walderdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse und wird auch Besingkraut, Hafelbeere, Darmkraut, rote Besinge oder Knickbeere genannt.

Die Inhaltsstoffe der Pflanze sind Gerbstoffe (in der Wurzel sehr viel) ätherische Öle, Vitmamin C und Flavenoide. In den Früchten viel Vitamin C, Mineralstoffe, Eisen, Fruchtsäuren, Kalium, Kalzium, Kobalt, Magnesium, Kupfer, Mangan, Zink und Phosphor. Die Walderdbeere diente den Menschen schon lange als Nahrungsmittel und wurde schon lange als Heilpflanze angewandt, im Mittelalter diente die Pflanze als Symbolpflanze der Malerei. Marmeladen werden heute noch gelegentlich mit Walderdbeere aromatisiert, jedoch enthalten die grünen Kernchen der Früchte einen Bitterstoff der erst ein paar Minuten nach dem Kochen zum Vorschein kommt und reine Walderdbeermarmelade kann dadurch bitter schmecken. Wegen des hohen Gehaltes an Gerbstoffen sind Erdbeerblätter ein Heilmittel bei Durchfallerkrankungen. Dafür aber nur junge Blätter sammeln da die alten Blätter zu bitter sind. Manche Menschen reagieren auf die Erdbeere allergisch, vor allem die ersten Erdbeeren im Jahr. Erdbeerblätter werden aber in der Regel auch von Allergikern gut vertragen. Bei überbeanspruchter Leber sollte man 4 mal Tägl 100g Erdbeeren zur Erdbeerzeit essen und das 1 Woche lang und bei Magenschwäche sollte man sein Brot mit frischen Erdbeeren belegen. Die Erdbeeren standen immer in enger Beziehung zu den Göttinnen der Liebe, lockend, leuchtend rot und schön waren sie der Fruchtbarkeitsgöttin Freya geweiht. Sie wird daher auch die Liebespflanze genannt und sind das Symbol der Verlockung der Sünde.

Tee - aus Blättern, ein getrockneter Teelöffel Erdbeerblätter mit einer Tasse Wasser aufgekocht und ungesüßt trinken, hilft bei Durchfall, Nervosität, Blutarmut, Gallen - und Leberleiden und Hämorrhoiden. Auch bei Würmern, Asthma und Menstruationsbeschwerden sollte der Tee hilfreich sein, in diesem Fall den Tee mit kochendem Wasser überbrühen und einige Minuten ziehen lassen.

Früchte - werden bei Herzbeschwerden, Gallen - und Leberleiden, Nervenschwäche, hohem Blutdruck, Fieber, Blutarmut, Steinleiden, Energiemangel, Gicht und Rheuma angewandt. Die Wirkung auf Leber und Galle wurde von der modernen Wisschenschaft bestätigt. Sie schmecken auch zum Dessert da sie sehr aromatisch sind.

Wurzel - 1 Teelöffel Wurzeln mit 1/4l kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen, für Durchfallerkrankungen

Likör - 400g Walderdbeeren mit 300g weißem Kandiszucker in eine bauchige Flasche geben und mit 700ml Weinbrand, nach sechs Wochen abseihen und dann noch einige Zeit kühl reifen lassen.