Der Löwenzahn wird auch  Milchstock, Ackerzichorie, Kuhblume, Pusteblume oder Pferdeblume genannt und gehört zur Familie der Korbblütengewächse.

Die Inhaltsstoffe des Löwenzahn sind Inulin (in der Wurzel bis 25%), Cholin, Ascorbinsäure, Nicotinsäure, Retinol, Harze, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Kautschuk, Mineralstoffe, Eisen, Vitamin A und Triterpene. Diese Triterpene im Milchsaft können bei Verzehr von großen Mengen zu Magen und Darmbescherden sowei Brechreiz und Durchfall führen. Der weiße Milchsaft verwandelt sich durch Oxidation und Trocknung bald in eine Gummi ähnliche Masse die nur schwer von der Haut zu entfernen ist. Milch, Wasser vermischt mit Öl oder Hautcreme macht leichteres Entfernen möglich. Die Griechen hatten schon Kenntnis der Heilwirkung des Löwenzahns. Die chinesische Medizin verwendet die ganze Pflanze als Heilmittel, dafür wird die ganze Pflanze komplett ausgegraben und in der Sonne getrocknet. In der traditionellen chinesichen Medizin gilt Löwenzahn als besonders gutes Heilmittel bei Störungen der weiblichen Geschlechtsorgane, besonders den Brüsten. Bei allen Arten von Leberleiden und zur Entlastung der Nieren wird Löwenzahn eingesetzt. Kinder spielen gern mit dem Stiel der Pflanze, denn reißt man den Stiel in Streifen und legt diese anschließend ins Wasser werden es Spiralen. Aus der getrockneten Wurzel wurde in den Nachkriegsjahren Kaffe hergestellt.

Tee - aus den Wurzeln, hat eine hohe blutreinigende Wirkung und hilft daher bei Gicht, Gallen, Leber und Nierenleiden, Rheuma, Blutkrankheiten und Hautkrankheiten. Die Wurzel hat eine stärkende, schweißtreibende und harntreibende Wirkung. Auch Tee aus Wurzel und getrockneten Blättern hilft für die Blutreinigung, 2 Teelöffel mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und 10 Min ziehen lassen, 2-3 Tassen schluckweise trinken übder ca. 3 Wochen lang.

Saft - 2-3 Esslöffel täglich über ca 3 Wochen ist noch wirkungsvoller als Tee.

Gelee - 40 Blüten des Löwenzahn mit 1l Wasser bedecken und kochen bis das Wasser sich gelb färbt, dann den Saft abmessen und die gleiche Menge Zucker dazugeben und einkochen, in Gläser abfüllen und kühl stellen.

Honig - 200 Blüten Löwenzahn grob hacken und mit 1,5l Wasser, 5 Zitronenscheiben, einer Vanillestange aufkochen und 20 Min. stehen lassen, anschließend durch ein Tuch filtern, den Saft mit 1,5 kg Zucker ca 3 Stunden einkochen lassen. In Gläser füllen, schmeckt gut als Brotaufstrich und hilft bei Husten und Heißerkeit.

Honig - ein großes Gurkenglas mit offenen Löwenzahnblüten füllen und 1kg Honig und 1/2 kg Rohzucker vermengen und über die Blüten gießen bis die Blüten zugedeckt sind. Gläser verschließen und ca. 6 Wochen in die Sonne stellen, dann abseihen und gut ausdrücken und auf einem dunklen Ort aufbewahren. Die Blüten in einem zweiten Glas aufheben und beim Kuchen backen 2 Esslöffel der Blüten in den Teig mischen. Der kuchen bekommt ein besonderes Aroma.

Salat - junge frische Blätter ein bißchen in warmes Wasser legen und dann mit Bärlauch in den Kartoffelsalat gegeben gibt dem Salat eine besondere Note.

Likör - aus den Wurzeln, ca 500g Wurzeln gegen Ende des Sommers sammeln und in 2cm große Stücke schneiden und im Backrohr bei 60 Grad ca. 3 Stunden trocknen. Dann in der Pfanne rösten und in der Kaffemühle mahlen. 2l Wasser und 1kg Rohzucker aufkochen und die geriebenen Löwenzahnwurzeln einrühren, erkalten lassen und 250ml Congnac und 750ml Alkohol beimischen, eine Woche stehen lassen und abfiltern. Kalt serviert schmeckt der Likör am Besten.