Der Huflattich gehört zur Familie der Korbblütler und wird auch als Ackerlattich, Brustlattich, Eselshuf benannt und ist eine Heilpflanze.

Der Huflattich gehört zu den ersten Frühlingsblumen, dessen Blüten vor der Entwicklung der Blätter erscheinen. Die Inhaltsstoffe des Hufflatichs sind
Schleimstoffe, Polysaccharide, Sterole, Bitterstoffe und Gerbstoffe in den Blüten und etwas Inulin und ätherische Öle in den Blättern. Der Huflattich gilt als bedeutsame Heilpflanze bei Husten und wirkt schleimlösend. Die großen Blätter des Huflattichs werden von Naturfreunden auch als das "wandernde Klopapier" bezeichnet, und sind an der Unterseite weich behaart. Huflattich sollte aber niemals länger als drei Wochen eingenommen werden. Über die Heilwirkung dieser Pflanze wusste man schon im Mittelalter gut Bescheid.

Tee - aus Blüten und Blättern, durch die schleimlösende Wirkung bei langwierigem Husten und quälender Heiserkeit, sowie bei Bronchitis, Kehlkopf- und Rachenkatarrh.

Blätterbrei - die Blätter zerdrücken und auf die Brust legen hilft bei Lungenerkrankungen, Rotlauf und bei Gewebsverletzungen, Blutergüssen und Schleimbeutelentzündungen. Bei Venenentzündungen kann man aus frischen, zerstoßenen Blättern und frischer Sahne eine salbenartige Masse bereiten und auf die entzündeten Stellen legen.

Fußbad - für geschwollene und müde Beine, eine Handvoll Blüten oder Blätter mit heißem Wasser übergießen.

Saft- aus Huflattichblättern ins Ohr geträufelt hilft bei Ohrenschmerzen. 2-3 Teel. frischgepreßten Saft in einer Tasse Fleischsuppe oder warmer Milch leistet gute Dienste bei Asthmaleiden, Bronchialschäden.

Sirup - dafür gibt man in ein großes Glas abwechselnd eine Schicht Blätter und eine Schicht Rohrzucker, lässt alles setzen und füllt solange bis das Glas voll ist. Dann das Glas mit starkem Cellophan gut zubinden und im Garten an einer geschützten Stelle in ein Erdloch stellen, ein Brett drauf legen und mit Erde bedecken. Die gleichbleibende Wärme bewirkt einen Gärungsprozess und man kann nach 6 bis 8 Wochen das Glas wieder ausgraben und kocht dann den gewonnen Sirup ein bis zweimal auf. Ausgekühlt wird er dann in kleine, weithalsige Flaschen gefüllt. Man nimmt ihn teelöffelweise bei Erkrankungen der Atemwege.

Honig - 400 Blüten waschen und mit 1,5l Wasser und der in Scheiben geschnittenen Zitrone ca. 20 Min. aufkochen lassen, dabei immer wieder vorsichtig umrühren, 24 Stunden an einem kühlen Ort stehen lassen, dann durch ein feines Sieb gießen und mit 1kg Zucker 2-3 Stunden köcheln lassen, noch heiß in Schraubgläser füllen und die Gläser kopfüber aufbewahren.

Honig ohne Kochen - 200 Huflattichblüten in ein großes Glas geben, 1 Glas Akazienhonig darübergießen, umrühren und ca. 4 Wochen ziehen lassen, die Honigmasse dann abseihen und in Gläser füllen.