Die Blutwurz gehört zur Familie der Rosengewächse und wird auch Rotwurz, Tormentill, Birkwurz oder Bauchwehwurzen genannt.


Der Wurzelstock der Blutwurz enthält bis zu 20% Gerbstoffe, Tormentol, Tormentillrot, Flavenoide, Phenolkarbonsäure, Saponine, Harze, Gummi und ätherische Öle. Die Blutwurz wird als Tinktur oder Tee verwendet. Man kann aber auch Schnaps und Likör draus machen. Der Name "Blutwurz" kommt vom blutrotem Saft der beim Anschneiden austritt. Blutwurz wirkt stark zusammenziehen (astringierend) entzündungshemmend und austrocknend. Es wird daher äußerlich in Form von Spülungen verwendet oder Pinselungen der Mund und Rachenschleimhaut oder Entzündungen des Zahnfleisches. Innerlich angwandt hilft es bei der Stärkung des Magens, und bei Durchfallerkrankungen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit mit dem Arzt Rücksprache halten!  Bei Einnahme über längerem Zeitraum oder zu hoher Dosierung kann es zur Schädigung der Leber oder Niere kommen. Da es die Wirksamkeit anderer Medikamente vermindern kann sollten diese mindestens 2 Stunden zuvor eingenommen werden. Schon im Altertum wurde die Blutwurz schon als Heilpflanze verwendet.

Tee - 1 Teelöffel Blutwurz auf 1 Tasse Tee. Mit kaltem Wasser ansetzen, gemeinsam zum Kochen bringen, vom Herd nehmen. Zugedeckt ca. 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Langsam und schluckweise trinken. 2 Tassen täglich.

Blutwurzgeist - 250g Blutwurz in 1 Liter 40%igem Branntwein ansetzen und bei 25 Grad ca 10 Tage stehen lassen. Abseihen, Kräuter gut auspressen und in Flaschen füllen. Bei Bedarf (Durchfall, Dickdarmentzündungen und Darmkatarrh trinkt man 2-3 mal täglich 10 bis 20 Tropfen davon in Wasser.

Likör - 15g Fruchtsaft (dicker Saft wie Banane oder Marille) 100g Kandiszucker, Nelken, 1 Stange Zimt und etwas Blutwurzel mit einer Flasche Rum (38%)
in ein großes verschließbares Glas geben und gut durchmischen. 2 Monate stehen lassen und immer wieder durchschütteln und dann in Flaschen abgießen.
Ein Gläschen Blutwurz-Likör beruhigt den Magen nach einem ausgiebigen Essen.