Die Berberitze wird auch Sauerdorn, Berberinnen, Kuckucksbrot oder Essigbeere genannt und gehört zur Familie der Berberitzengewächse.

Die Beeren sind scharlachrot, bis zu 1cm lang und durch den Gehalt von ca. 6% Apfelsäure sehr sauer. Die Früchte enthalten außerdem
Zitronensäure, Weinsteinsäure, Zucker, Vitamin C, Pektine, Schleimstoffe und ungiftige Farbstoffe. Nicht vollkommen ausgereifte Früchte enthalten
wie alle anderen Pflanzenteile giftige Alkaloide, wie Berberin, Oxyberberin, Berbamin, Jatorrhizin und andere, Gerbstoffe, Harz und Wachs (giftig).
Bei der Anwendung der Berberitze sollte man immer Absprache mit dem Arzt treffen, denn eine falsche Anwendung kann zu mehr Schaden als Nutzen führen.
Die Einnahme von mehr als 0,5 g Berberin kann zu Nasenbluten, Benommenheit und Atembeschwerden und sogar zum tödlichen Atemstillstand führen.
Die gut ausgereiften Früchte sind weitgehend frei von Berberin und Berbamin und daher zum Verzehr geeignet, schmecken säuerlich und sind sehr vitaminreich.
Der Strauch der Berberitze ist auch als Zierstrauch weit verbreitet.

Getrocknete Beeren - für Müsli, in orientalischen Ländern zur Würzung von Reis (süß-sauer) oder Fisch und Braten.

Tee - aus Blättern, Blüten oder Rinden, 1-2 Teel. mit 1/4l kochendem Wasser übergossen, 5 Min. ziehen lassen und davon 1-2 Tassen am Tag trinken. Hilft bei Fieber, Behandlung von Magen-, Leber-, und Herzleiden, und dient auch zur Blutstillung bei der Nachblutung von Geburten, ebenso bei Gallen und Steinleiden.

Tinktur - 400ml Weingeist (65%) mit 150g Berberitze vermengen, Glas verschließen und 3 Wochen in die Sonne stellen (ca. 20Grad), dann filtern. Bei Gelbsucht und Leberleiden können Erwachsene alle 4 Stunden 15 Tropfen einnehmen.

Früchte - Geschmacksverbesserung bei Sirupen, appetitanregend für Kinder.