Der Augentrost ist eine Pflanzengattung in der Familie der Sommerwurzgewächse und ein Halbschmarotzer. Der griechische Name kommt von Frohsinn und Freude, und der Augentrost wird auch noch, Augenkraut, Hirnkraut, Lichtkraut genannt.

Bei der Anwendung von Augentrost sollte man immer die genaue Dosierung einhalten denn das Glycosid Aucubin das in der Pflanze enthalten ist kann Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Die Pflanze enthält neben dem Glykosid Aucubin, ferner etwas ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoff, Harz und Flavonoide. Wie der Name schon sagt, wird es hauptsächlich für die Augenheilkunde verwendet. Den Bauern gefällt der Augentrost auf den Feldern nicht, da sie den Gräsern den Nährstoff entziehen. Im Mittelalter wurde die Pflanze zu rituellen Ausräucherungen verwendet um Hellsichtigkeit zu erlangen.

Tee - 1 /2 Teelöffel Kraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, anschließend 2 Minuten ziehen lassen, danach das Ganze filtern. Zum Trinken muss man den Tee nicht so sorgfältig filtern. Innerlich angewendet stärkt Augentrosttee die Abwehrkräfte, lindert Verdauungsstörungen und Blutarmut. Früher verwendete man ihn auch gegen Gelbsucht, wogegen der Augentrost hoch gelobt wurde. Dafür längere Zeit pro Tag 1 große Tasse Tee trinken.

Wein - zur Weinlese frischen Augentrost in den Most gegeben und läßt ihn dann vergären, erhält man einen Augentrostwein. Dieser Wein soll die Sehkraft erhöhen wenn man ihn regelmässig über einen Zeitraum von einem Jahr in gemäßigten Mengen trinkt.

Abkochung - für Umschläge und Auflagen, 2 Essl. Augentrostkraut mit 300ml Wasser und 1/2 Prise Kochsalz 10 Min. kochen lassen und warm anwenden. Achtung Augentrost mit kaltem Wasser ansetzen. Auf die geschlossenen Lider auflegen Die Umschläge helfen bei verschiedenen Augenentzündungen, besonders bei Bindehautentzündung und Lidrandentzündung. Bei der Behandlung eines Gerstenkorns sollte man Augentrost Tee mit Kamille zu gleichen Teilen mischen.

Tinktur - 200g Augentrost, 500ml hochprozentigen Schnaps über die Blüten geben, in einem dunklen Gefäß ca 6 Wochen stehen lassen und hin und wieder
aufschütteln damit die Inhaltsstoffe besser einziehen. Mit Wasser vedünnt kann die Tinktur als Umschlag verwendet werden.